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Hamed Farhadian – zur Startseite

Content erstellen mit KI Ein Prozess statt eines Prompts.

Gute Inhalte mit KI entstehen nicht durch einen einzigen Befehl, sondern in vier Phasen: ein ausführliches Briefing, eine Gliederung, das Schreiben Abschnitt für Abschnitt und eine gründliche Prüfung durch einen Menschen. So nutzt du ChatGPT, Gemini oder Claude als Sparringspartner – und bekommst Texte, die bei Google und in KI-Suchen bestehen.

Porträt von Hamed FarhadianHamed FarhadianVeröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit

Tools wie ChatGPT, Gemini und Claude versprechen, die Erstellung von Inhalten grundlegend zu verändern. In der Praxis sehe ich oft das Gegenteil: austauschbare Texte, die weder bei Google ranken noch Leser überzeugen. Das Problem ist nicht die KI, sondern wie sie eingesetzt wird. In diesem Artikel zeige ich dir meinen 4-Phasen-Prozess, mit dem du KI-Content erstellst, der wirklich gut ist – mit Prompts zum Kopieren, die du sofort nutzen kannst.

Was ist der größte Fehler bei der Content-Erstellung mit KI?

Der größte Fehler ist die Annahme, die KI wüsste, was du willst. Ohne Briefing liefert sie Durchschnitt aus dem Internet.

Ein Prompt wie „Schreibe einen Blogbeitrag über die Vorteile von SEO“ muss scheitern. Ein Prompt ist die Anweisung, die du der KI gibst. Diesem Prompt fehlt alles Entscheidende:

  • Wer ist die Zielgruppe? Anfänger oder erfahrene Marketing-Verantwortliche?
  • Was soll der Text erreichen? Informieren, eine Leistung verkaufen, Anfragen gewinnen?
  • Was ist deine eigene Sicht? Was unterscheidet deinen Ansatz von dem Hunderter anderer Anbieter?
  • Welcher Ton passt? Sachlich, locker, technisch, mit Humor?

Ohne diesen Zusammenhang liefert die KI bestenfalls Mittelmaß. Der Schlüssel: Behandle die KI nicht wie einen Befehlsempfänger, sondern wie einen neuen Kollegen, den du gründlich einarbeitest.

Der wichtigste Tipp: Lass die KI zuerst fragen

Ein guter Berater antwortet nicht sofort, sondern stellt zuerst die richtigen Fragen. Genau das kannst du von einer KI verlangen. Bitte sie, alle Informationen zu erfragen, die sie für einen sehr guten Text braucht. Noch besser: Du kommst ihr zuvor und lieferst alles in einem ausführlichen Briefing. Das ist Phase 1 meines Prozesses.

Wie sieht mein 4-Phasen-Prozess für KI-Content aus?

Vergiss einzelne Prompts. Mit diesen vier Phasen bekommst du wiederholbar gute Ergebnisse.

Phase 1: Strategie und Master-Briefing

Bevor ein einziges Wort des Artikels entsteht, bekommt die KI alle Rahmenbedingungen: Thema, Zielgruppe, Unternehmen, Ton. Damit denkt sie wie ein Mitglied deines Marketing-Teams. Nimm dir Zeit für dieses Briefing – jede Minute hier spart dir später ein Vielfaches an Überarbeitung.

Prompt zum Kopieren: das Master-Briefing

Wir erstellen gemeinsam einen Blogbeitrag, der bei Google und in KI-Suchen gefunden wird. Du arbeitest als mein Content-Partner und SEO-Experte. Hier sind alle Informationen, die du brauchst:

  1. Mein Unternehmen und was uns unterscheidet: Ich bin [Name], wir sind [Unternehmen, Branche]. Uns unterscheidet [Besonderheit].
  2. Ziel des Beitrags: Hauptziel: [z. B. Anfragen für Leistung X]. Nebenziel: [z. B. Vertrauen aufbauen].
  3. Zielgruppe: Der Text richtet sich an [Zielgruppe]. Ihre größten Probleme sind [Probleme].
  4. Thema und Suchbegriffe: Thema: [Thema]. Hauptsuchbegriff: [Begriff]. Weitere Begriffe: [Begriffe].
  5. Ton und Stil: Ton: [z. B. sachlich, direkt, Du-Ansprache]. Stil: [z. B. kurze Sätze, Beispiele].

Stell mir zuerst alle Fragen, die du für einen sehr guten Text noch brauchst. Bestätige danach kurz, dass du Rolle und Informationen verstanden hast.

Mein Tipp: Speichere das Briefing dauerhaft. In ChatGPT und Claude legst du dafür ein Projekt an, in Gemini einen sogenannten Gem. Dann musst du Zielgruppe, Ton und Unternehmen nicht in jedem Gespräch neu erklären.

Phase 2: Gliederung und Struktur

Jetzt entsteht das Gerüst. Eine durchdachte Gliederung sorgt für einen logischen Aufbau, gute Lesbarkeit und dafür, dass alle wichtigen Unterthemen vorkommen. Für KI-Suchen ist sie doppelt wichtig: Jeder Abschnitt sollte eine echte Frage beantworten und allein verständlich sein, damit er zitiert werden kann.

Prompt zum Kopieren: SEO-Gliederung

Danke. Erstelle auf Basis unseres Briefings eine detaillierte Gliederung für den Beitrag zum Thema „[Thema]“.

Die Gliederung soll:

  • H2- und H3-Überschriften haben, die H2 möglichst als echte Fragen,
  • den Leser vom Problem zur Lösung führen,
  • Haupt- und Nebensuchbegriffe sinnvoll in den Überschriften verwenden,
  • zu jeder Überschrift 2–3 Stichpunkte zum Inhalt enthalten,
  • am Anfang jedes Abschnitts eine Kurzantwort in 2–3 Sätzen vorsehen.

Phase 3: Schreiben, Abschnitt für Abschnitt

Jetzt wird geschrieben. Wichtig: Lass die KI nie den kompletten Artikel auf einmal schreiben. Bei langen Texten wiederholt sie sich, wird ungenau und verliert den Ton. Gehst du Abschnitt für Abschnitt vor, behältst du die Kontrolle und kannst sofort nachsteuern.

Prompt zum Kopieren: einen Abschnitt schreiben

Die Gliederung passt. Schreibe jetzt nur den Abschnitt unter der H2 „[Überschrift aus der Gliederung]“.

Beachte:

  • Halte dich an die Stichpunkte aus der Gliederung.
  • Beginne mit einer Kurzantwort in 2–3 Sätzen.
  • Schreibe im vereinbarten Ton.
  • Nutze kurze Sätze und Absätze, erkläre Fachbegriffe im selben Satz.
  • Baue ein konkretes Praxisbeispiel ein.
  • Erfinde keine Zahlen oder Quellen. Wo eine Zahl fehlt, markiere die Stelle.

Wiederhole das für jeden Abschnitt. Der Unterschied in der Qualität ist deutlich, wenn der Text in kleinen Teilen entsteht.

Phase 4: SEO-Feinschliff und menschliche Prüfung

Der Rohtext steht. Jetzt folgt der Schritt, der über die Qualität entscheidet: die Optimierung für Suchmaschinen und vor allem für Menschen.

Metadaten erstellen

Title und Meta Description entscheiden mit darüber, ob jemand in den Suchergebnissen auf deine Seite klickt. Wie eine gute Beschreibung aussieht, zeige ich ausführlich in meinen Meta-Description-Beispielen.

Prompt zum Kopieren: Überschrift, Title und Description

Der Text ist fertig. Erledige auf Basis des gesamten Inhalts diese Aufgaben:

  1. H1: Schlage 5 Überschriften vor, die den Hauptsuchbegriff enthalten und neugierig machen, ohne zu übertreiben.
  2. Title: höchstens 60 Zeichen, Hauptsuchbegriff möglichst am Anfang.
  3. Meta Description: 120–155 Zeichen, mit Hauptsuchbegriff, konkretem Nutzen und einer klaren Handlungsaufforderung.
  4. URL: Schlage einen kurzen, sprechenden URL-Pfad vor.

Die menschliche Prüfung: nicht verhandelbar

Kein KI-Text sollte ungeprüft online gehen. Du bist der Experte. Deine Aufgabe ist jetzt, dem Text deine Handschrift zu geben:

  1. Laut lesen: Klingt es natürlich? Wo stolperst du?
  2. Eigene Erfahrungen ergänzen: Ein Beispiel aus deinem Alltag ist mehr wert als jeder glatt formulierte KI-Satz – und genau das, was Google mit „Erfahrung“ meint.
  3. Fakten prüfen: Kontrolliere jede Zahl, jedes Datum, jede Quelle. KI-Modelle erfinden manchmal Angaben, die plausibel klingen, aber falsch sind.
  4. Radikal kürzen: Füllwörter, Wiederholungen und Floskeln streichen.

Erst nach diesem Schritt wird aus einem guten KI-Entwurf ein Inhalt, der deine Marke vertritt und Ergebnisse bringt.

Wie arbeite ich selbst mit KI an Inhalten?

Ich teste neue Technik zuerst an mir selbst. Täglich im Einsatz sind bei mir Claude, ChatGPT, Gemini und Perplexity. Für meine Ratgeber bereitet ein automatisierter Ablauf Recherche, Briefing und Entwurf vor. Ein Mensch prüft jeden Satz, ergänzt Erfahrungen und streicht, was nicht stimmt. Für die Optimierung von Seiten für Google und KI-Suchen nutzen mein Team und ich zusätzlich mein KI-Tool für SEO und GEO, das wir selbst entwickelt haben. Wie diese Abläufe aussehen, zeige ich in meiner Werkstatt.

Worauf achtet Google bei KI-Inhalten?

Google bewertet, ob ein Inhalt hilfreich ist, nicht ob er mit KI entstanden ist. Problematisch sind massenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Mehrwert.

Google hat in seinen Hinweisen zu KI-generierten Inhalten (öffnet neuen Tab) klargestellt: Entscheidend ist die Qualität, nicht die Art der Erstellung. Seit 2024 geht Google gezielt gegen „Scaled Content Abuse“ vor, also gegen Seiten, die in großer Zahl nur für Rankings erzeugt werden. Für dich heißt das:

  • Jeder Text braucht eigenen Mehrwert: Erfahrungen, Beispiele, Daten, eine klare Meinung.
  • Klasse statt Masse: lieber ein gründlicher Artikel als zehn dünne.
  • Ein Autor mit nachweisbarer Erfahrung stärkt das Vertrauen von Lesern und Suchmaschinen.

Was KI-Suchen an Inhalten schätzen und wie du dort zitiert wirst, erkläre ich in GEO vs. SEO.

Ist die KI dein Co-Pilot oder dein Autopilot?

Gute Inhalte mit KI sind keine Frage geheimer Prompts, sondern eines klaren, disziplinierten Prozesses. Wenn du die KI wie einen Sparringspartner behandelst, sie gründlich einarbeitest und Schritt für Schritt führst, entstehen Texte, die sich deutlich vom Durchschnitt abheben.

Der 4-Phasen-Ansatz – Briefing, Gliederung, Schreiben in Abschnitten, Feinschliff – ist der Schlüssel, um ChatGPT, Gemini und Claude sinnvoll zu nutzen. Genau so arbeiten mein Team und ich für unsere Kunden. Ob deine Inhalte schon bei Google und in KI-Suchen ankommen, zeigt dir der SEO-Kompass (öffnet neuen Tab). Weitere Ratgeber findest du im Wissensbereich, und wenn du Unterstützung bei deinen Inhalten willst, schau dir meine SEO-Leistungen an.

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In meine Werkstatt schauen 

Fragen zu Content mit KI

Straft Google KI-Texte ab?

Nicht, weil sie mit KI geschrieben sind. Google bewertet, ob ein Inhalt hilfreich ist, nicht wie er entstanden ist. Abgestraft werden massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert, die nur für Rankings gemacht sind – egal ob von Mensch oder Maschine.

Welches KI-Tool ist am besten für Texte: ChatGPT, Gemini oder Claude?

Alle drei liefern gute Ergebnisse, wenn das Briefing stimmt. Ich nutze täglich Claude, ChatGPT und Gemini und wähle je nach Aufgabe. Wichtiger als das Tool ist der Prozess: Briefing, Gliederung, Abschnitt für Abschnitt, menschliche Prüfung.

Kann ich KI-Texte ungeprüft veröffentlichen?

Nein. KI-Modelle erfinden manchmal Fakten, Zahlen oder Quellen, die plausibel klingen, aber falsch sind. Jede Zahl, jedes Zitat und jede Behauptung muss vor der Veröffentlichung geprüft werden. Dazu kommen deine eigenen Erfahrungen, die keine KI kennt.

Wie lange dauert ein Artikel mit diesem Prozess?

Das Master-Briefing kostet beim ersten Mal etwas Zeit und lässt sich dann wiederverwenden. Der größte Aufwand liegt danach in der Prüfung und im Ergänzen eigener Beispiele. Genau dort entsteht der Unterschied zu austauschbaren Texten.

Sollte ich das Master-Briefing jedes Mal neu eingeben?

Nein. Speichere es in einem Projekt oder als dauerhafte Anweisung: ChatGPT und Claude bieten dafür Projekte, Gemini sogenannte Gems. Dann kennt die KI deine Zielgruppe und deinen Ton in jedem neuen Gespräch.

Über den Autor

Hamed Farhadian

Hamed Farhadian ist Unternehmer, SEO- und KI-Experte aus Hamburg. Er nutzt KI und eigene Tools, damit Unternehmen bei Google und in KI-Suchen gefunden werden und bessere Kunden gewinnen – ohne Blackbox. Seit 1999 im Internet, Gründer der SEO-Agentur SEOeffekt.

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Porträt von Hamed FarhadianHamed FarhadianUnternehmer, SEO- und KI-Experte

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„Hamed weiß, worauf es bei SEO ankommt. Er ist leidenschaftlich bei der Sache und gibt beiläufig haufenweise hilfreichen Input.“

Johannes Weber, Marketing Manager, HostPress GmbH